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Mittwoch, 15. Oktober 2014

Wittenberg = Bielefeld?

Von der Bielefeld – Verschwörung hat ja eventuell der eine oder andere schon gehört. Wenn nicht, sie besagt dass es die Stadt Bielefeld einfach nicht gibt. Alles Lug und Betrug!
In Wittenberg verhält es sich offenbar ähnlich. Allerdings existiert hier die Stadt, aber es gibt keine Einwohner.
Wittenberg ist eigentlich ein kleines Städtchen mit einer groß angelegten Fußgängerzone in der Innenstadt und jeder Menge Läden und Lokalitäten. Wenn ich aber nach der Arbeit, gegen 18 Uhr „um den Block gehe“ treffe ich keine Menschenseele. Der Großteil der Restaurationen hat geöffnet, ist aber verwaist. Irgendjemand muss doch die Stadt aufgebaut haben? Also am letzten Wochenende mit einem Kollegen aufopferungsvoll einem Selbsttest unterworfen.
  • ·       17 Uhr - in Richtung Kino aufgebrochen um gegen 17.45 Uhr – Film „Monsieur Claude …“ anzuschauen und anschließend etwa essen zu gehen. Ha! Unterwegs treffen wir auf insgesamt 4 Lebewesen, alle in Bermudashorts-ähnlichen Kleidungsstücken. Sind wir in einen Zeitstrudel geraten und um Monate, wenn nicht sogar Jahrzehnte, in eine andere Epoche zurückkatapultiert worden? Aber immerhin … wir sind nicht alleine in der Stadt.
  • ·       17.05 Uhr - Hmmmmh … ging doch schneller als erwartet. Na dann kann man ja noch ein Bierchen trinken gehen ABER WO? Weit und breit nicht eine Möglichkeit zur Hopfen-und Malz-Aufnahme
  • ·       17.25 Uhr – Na dann eben zurück zum Kino und Bier und Nachos geordert. Nachos (3,50€) bestehend aus gefühlten 263 ml Käsesoße, 173gr. Jalapeños und 3,1415926 kg Nachos. Puuuuh. Macht schon etwas satt
  • ·       17.40 Uhr – Einlass, 17.45 Uhr Werbung beginnt, 17.55 – Film beginnt. Sind jetzt etwas überfordert und  SO viele Leute! Mindestens 15!
  • ·       19.35 Uhr – Film zu Ende (sehr amüsant). Irgendwie kann sich kein Hunger einstellen … Aber man kann ja noch ein Bierchen trinken gehen.
  • ·       19.45 Uhr – stehen auf einer größeren Kreuzung, Richtung Altstadt. Nichts! Kein Auto, kein Mensch, kein Leuchtschild mit einem Bierglas
  • ·       19.50 Uhr – Entdecken einen „Italiener“. Oder besser eine Kneipe mit italienischem Nahrungsschwerpunkt, ca. 16 m² groß. Trinken ein Bier zu jeweils überraschenden 3,40€. Uppps, müssen wohl schon ganz nah am Zentrum sein.
  • ·       20.01 Uhr– Nichts war mehr wie vorher! Sind im halbwegs gefüllten Brauhaus gelandet und versuchen uns am hauseigenem Wittenberger Bier für 3,60€. Das erste Bier weltweit das absolut OHNE jeglichem Geschmack gebraut wird. Also warum sind die Leute hier? Ein Treffen der AAmB? (Anonyme Alkoholiker mit Bermudashorts)
  • ·       20.30 Uhr – kapitulieren und gehen resignierend Richtung Hotel. Vorbei an einem Schild welches für ein „Herricht & Preil“ – Abend wirbt für 49€, inkl. 3 Gänge-Menü. Ich hätte schwören können die sind schon tot.
  • ·       20.35 Uhr – Ein Lichtblick! Staropram-Reklame lockt uns in eine nahezu unbeleuchteten Nebengasse. Wir stürmen in das Lokal und schrecken die verträumte Wirtin aus ihren Vorruhestandsträumen. Die Business-Lady geht sofort in die Offensive: „Wir haben ein Fassbier aus Thüringen und einige Flaschenbiere.“ Gehört Staropram zu Thüringen? Sicherheitshalber fragen wir nach: „Welches Fassbier?“ Schulterzucken. Weiß sie es nicht oder darf  sie es uns nicht sagen? Egal! Nach dem Brauhaus-Bier haben wir nichts zu verlieren. Wir schaffen sogar ein Zweites. Zahlen je Getränk 2,90€ für das unbekannte Gesöff  und ziehen endgültig Richtung Hotel.
  • ·       21.30 – Uhr sind im Hotel bei einem Absacker (Herforder Zapfanlage, Radeberger-Glas, Märk. Landmann-Pils)  und philosophieren  über Sinn des Lebens in Wittenberg.



Fazit:
Wittenberg ist nicht gänzlich unbewohnt. Durch den völlig undurchschaubaren Handel mit überteuerten, teilweise geschmacklosen, Gerstensäften hat sich die Bevölkerung aber weitgehend zurückgebildet. Allem Anschein nach sitzt sie Nachos essend  zu Hause und bestellt in Katalogen aus dem vergangenen Jahrtausend Shorts. Sie bewahrt sich aber ihren Humor indem sie alte Veranstaltungsplakate in der Stadt aufhängt und so gestrandet Touristen verwirrt.
ALSO: Wittenberg  Bielefeld. Es gibt diese Stadt wirklich und hat auch richtige Bewohner. Und wenn man eher tagsüber unterwegs ist und den Schwerpunkt überwiegend auf Luther setzt kann man sogar ein versöhnliches Wochenende verbringen.




Donnerstag, 29. September 2011

Hause


Mittlerweile sitzen wir im Zug und Ulis Langeweile hält sich noch in Grenzen. Das war gestern während des Fluges leider nicht so.
Abflug war erst gegen 23 Uhr. Deshalb kam  ein seeeeehr harter 35h-Tag ohne Schlaf auf mich zu. In Vancouver als erstes das Gepäck zum Flughafen gebracht. Dann wieder zurück in die City um etwas zu shoppen. Am Nachmittag sind wir ins Brauhaus gewandert um gedanklich bei einem Pint mit dem Urlaub abzuschließen. Durch die derzeitige Oktoberfest-Feierei konnte Ulrike sich an kanadischen „Bratwürst“ versuchen. Wie von mir erwartet wäre der Geschmack besser gewesen wenn die Wurst ohne Geschmack gewesen wäre.



Gegen 17 Uhr sind wir wieder zum Flughafen gefahren.
... und Uli begann sich zu langweilen …
Glücklicherweise hatten wir die letzten 2,25 kanadischen Dollar für eine Flasche Wasser ausgegeben. Dadurch sparten wir jede Menge Kohle für unnötigen Krimskrams. Die
2 Pints zum „Verabschieden“ können ja schließlich mit Kreditkarte bezahlt werden :-)
Das Restaurant schloss um 21 Uhr.
Und Uli langweilte sich noch mehr …
Der Flieger war etwas luxuriöser eingerichtet als beim Hinflug. Jeder hatte seinen eigenen Monitor und konnte mit seiner Fernbedienung aus einem umfangreichen Film- und Musikangebot wählen.
Uli langweilte sich trotzdem weiter …
Ich hatte gehofft wir können Polarlichter sehen. Hat leider aber nicht funktioniert. Aber immerhin sahen wir beim Überflug von Grönland riesige Schnee- und Eisflächen.
Inzwischen langweilte Uli sich nicht nur sondern war auch müde. Konnte aber leider nicht einschlafen …
Gegen 17.30 Uhr kamen wir wie geplant in Frankfurt an. Das Hotel hatten wir wieder direkt am Flughafen gebucht.
Selten habe ich mich so auf eine Dusche gefreut wie heute um endlich den angenommenen, oder eventuell nur eingebildeten, Eigengeruch loszuwerden.

Wenn wir jetzt noch die Deutsche Bahn und die Berliner S-Bahn überstehen hat alles so geklappt wie es von uns geplant wurde. Durch den kostenlosen (,verschlüsselten) Internetzugang in wirklich jedem Hotel hatten wir überall die Möglich der Welt wissen zu lassen was wir gerade wo treiben.
Die Welt hat sich nur leider nicht dafür interessiert ... :-)

Montag, 26. September 2011

letzte Etappe

Gestern sind wir wieder in Vancouver angekommen. Nach dem Einchecken (Appartement im 23. Stock) haben wir erst mal das Auto am Flughafen abgegeben. Vorher haben wir noch einen Abstecher in den Lynn Canyon und den Stanley Park gemacht. Unter anderem erfolgreich über eine Hängebrücke gehangelt.



Vom Zimmerchen haben wir einen schönen Ausblick auf Vancouver. Regnet nur leider des öfteren.



Da nun ohne Auto sind wir jetzt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Überraschenderweise werden die Busfahrer, wie teilweise in Berlin, nicht verkloppt. Nach dem Türen öffnen ruft der Fahrgast des öfteren ein "Thank you" nach vorne und der Fahrer antwortet mit "Your welcome"

Morgen ist dann Shopping-Tag. Ich hoffe Uli mäßigt sich und wir kommen nicht über die 80 erlaubten Koffer-Kilo




Donnerstag, 22. September 2011

Kanadisches Essen

Nachdem wir jetzt schon einige Mahlzeiten in uns reingeschaufelt haben, jetzt mal ein paar Eindrücke zu diesem Thema.

Breakfast: Es gibt fast an allen Ecken Kaffeebars, Tankstellen mit Kaffeestationen und Bäckereien - das grundsätzliche Überleben ist also gesichert. Hat man in Restaurants einen Kaffee bestellt, wird die Tasse so lange nachgefüllt, bis es einem aus den Ohren kommt. Das Gleiche gilt für Leitungswasser (mit Eiswürfeln), das ist umsonst und wird zu jeder Mahlzeit (meist unaufgefordert) ausgeschenkt. In den B+B und Restaurants gibt es sehr gutes (schweres) Frühstück. Bäckereien und Tankstellen sollte man jedoch meiden. Das Brot / Baguette, die Muffins und Sandwiches sind nichts für unseren Gaumen.

Lunch: Hatten wir noch nicht.

Dinner:
Pizza - na ja, leider meist mit Amerikanischem Boden - also eher fettig.
Pasta - kann gut sein, Raini hatte aber auch weniger gute Erlebnisse
Burger (in Restaurants) - sind besser als bei uns, gibt es in diversen Varianten und sind mit frischem Gemüse belegt
Fisch - echt lecker, sehr gut zubereitet und vor allem fangfrisch

Mein Geburtstagsmenü hier mal aufgelistet (keiner hatte de Schnecken brrr)



Unser heutiges Frühstück - wir sind im Willow Beach B+B hatte auch 3 Gänge. Unser Gastgeber speiste mit uns. Er is ein ehemaliger Mounty, wenn wir so schon keinen gesehen haben, haben wir aber wenigstens mit einem am Tisch gesessen. Nach dem wirklich leckeren Essen (Obst mit Ingwer, Cranberry / Orangen-Scones und Spiegelei ala Benedict) waren wir pappsatt und hätten uns am liebsten wieder ins Bett gekuschelt. Stattdessen fuhren wir nach Osoyoos (über Oliver - The Canadian Wine Capital). Das ist der letzte Ort vor der amerikanischen Grenze. Dort schickte uns das Navi in die Wüste. Wir lernten: Klapperschlangen sind zutiefst missverstandene Tiere - zum Glück brauchten wir keiner unser Bedauern darüber ausdrücken.

Momentan genießen wir gerade eine Flasche Wein auf unserem Balkon mit Blick auf den Okanagan-See und Kelowna und lauschen den Zikaden, Fröschen und streitenden Schwänen.

Dienstag, 20. September 2011

Rumpelkammer

In Banff haben wir uns vom permanenten "Berge schauen" etwas zurückgenommen. Banff ist ein angenehmes Städtchen mit einer Menge Hotels und einer kleinen Flaniermeile.



Das Hotelzimmer war sehr großzügig, ca. 50 m² mit Sitzecke und riesigem LCD-Fernseher. Die Tiefgarage ist mit Schränken für Ski nebst Zubehör gespickt. Wenn wir das Schild am Fahrstuhl richtig verstanden haben dürfen die Ski-Utensilien nicht mit auf das Zimmer genommen werden :-)



Am Sonntag war eigentlich eine Wanderung am Lake Louise oder Moraine Lake  geplant. Die Parkplätze waren dermaßen überfüllt das wir wieder Abstand davon nahmen. Wenigstens ein Stachelschwein und Häuptling Fluppe liefen uns über den Weg.



Heute sind wir weiter nach Revelstoke. Es regnete in Strömen bei der Abfahrt (bei 2 °C).
Unterwegs mal wieder durch ein Stückchen Regenwald über einem Hochsteg marschiert. Eigentlich wollten wir uns noch eine andere Sehenswürdigkeit antun. Selbige war wegen eines "brütenden" Schwarzbärens  aber geschlossen.


Also sind wir auf einen Aussichtspunkt, einem alten Feuerwachturm, ausgewichen. Eine 25 km lange Fahrt über die Serpentinen schraubte uns auf  "sagenhafte" 1800m. Dann noch 1km Wanderung auf einem gefühlten Steilhang. Der Ausblick war mal wieder phänomenal.
Mittlerweile schien die Sonne wieder wie gewohnt. So haben wir uns kurzfristig zu einem Picknick bei Käse und Wasser entschieden.
Unser Hotel liegt eher nicht sehr ruhig an einer Hauptstraße. Noch anstrengender sind die Güterzüge die auf der anderen Straße relativ oft vorbeifahren. Teilweise haben die Züge 120! Waggons. Dadurch rumpeln sie gemächlich 5 Minuten an uns vorbei.
Wenigstens verpasse ich dann Ulis Geburtstag um 0 Uhr nicht.

Samstag, 17. September 2011

Erster Schnee


Das Hotel in Jasper – zum Glück hatten wir hier nur 1 Übernachtung – haben wir mit wenig Schlaf, Rückenschmerzen (weiche Matratze mit Schieflage) und ohne Frühstück verlassen. Der fehlende Kaffee hatte dabei die schwerwiegendsten Auswirkungen...
Auf ging es in / auf den Icefields Parkway in die Rocky Mountains. Hier gibt es alles: Wind, hohe Berge, Gletscher, Elche, jede Menge Touristen und Schnee. Aber dafür bzw. dagegen sind wir ja mit unserer Globetrotter Eismeer-Ausstattung bestens gerüstet (das bezieht sich auf den Schnee und die 4 Grad C, nicht auf die Touristenmassen). Alle treffen sich bei jedem Fotopoint immer wieder – hätten wir gleich alle den Bus nehmen können...
Nach einem Abstecher zum Lake Louise – dem wahrscheinlich meistfotografierten Bergsee der Welt (das behauptet zumindest unser Reiseführer) – haben wir unser neues Hotel in Banff bezogen und spontan beschlossen, morgen einen Ausschlaf-Tag einzulegen.
Und endlich auch einen Mounty gesehen.


Freitag, 16. September 2011

Trick 17

Na geht doch. Wenn man nicht immer in die Wälder starrt sieht man auch mal einen Bären! Uli saß zwar ununterbrochen mit der Kamera bewaffnet auf dem Beifahrersitz. Als uns dann aber wirklich einer gemächlich entgegen trottete versagten die Nerven. Zum Glück bin ich mit Nerven aus Stahlseilen ausgestattet und wir kamen endlich zu unseren ersehnten  Bärenbilder :-)



Es gibt natürlich noch bessere Bilder. Aber die gibt es bei dem überall beliebten Urlaubsbilder-Abend (ungekürzt & unsortiert)  zu sehen. Wir werden  wohl ein komplettes Wochenende einplanen müssen. Alleine die Wal-Watching-Tour benötigt schon einen Abend.

Morgen fahren wir durch den Jasper-, Yoho-, Kootenay- und Banff-Nationalpark und bleiben für 3 Nächte in Banff. So haben wir genug Zeit um ausreichend Fotos zu schießen ...  für weitere "beliebte" Fotoabende