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Montag, 22. September 2025

Kraków-Entschleunigung (22. September)

Am sehr späten "Morgen" haben wir unser vermutlich letztes Frühstück in der Wohnung genossen. Die Gelegenheit war günstig, da erstmals in der Küche sogar ein Toaster rumsteht und darauf wartete benutzt zu werden. Nicht optimal für Weißbrotscheiben, aber ausreichend zum Toasten.
Den Rest des Tages entpannt durch die sehr große Altstadt getingelt.
Gelegentlich ist natürlich ein kurzer Zwischenstopp für Eiscreme, Erfrischungsgetränk oder andere Grundnahrungsmittel notwendig gewesen.
Natürlich nicht jede Pinte und jeden Eisladen genutzt, hätte dann sehr stark unsere Gelbörse und Gesundheit negativ beinflusst. Und so mache Sehenswürdigkeit am Wegesrand wurde natürlich ebenfalls nicht ignoriert.
Am frühen Abend dann endlich ein Gläschen wohlverdienten Urlaubsbeginnweißwein auf unserem Balkon getrunken. Morgen soll es regnen, dann wird wohl der Kulturteil writaus größer sein.
Erkenntnis des Tages:
Für die Übergabe des Mietwagens in Poznań hatten wir uns in einem naheliegendem Hotel eingemietet. Die Autovermietung war zwar direkt in einem Hotel, das Zimmer dort aber doppelt so teuer. Heute war das Zimmer dort preiswerter als das von uns gebuchte. Also noch schnell ein Zimmer gebucht und ein Zimmer storniert. Jetzt kann es direkt von der Tiefgarage, über die Rezeption, an die Hotelbar gehen.

Sonntag, 21. September 2025

Zeitschleife nach Kraków (21. September)

Die Fahrzeit zu unserer nächsten Unterkunft wurde vom Navi mit ca. 90 Minuten angegeben. Schon blöd, dass wir erst ab 16 Uhr einchecken konnten. Immerhin gibt es bei dem Apartment in Kraków, recht viel Kommunikation. Deshalb ist es schon ab 15.30 Uhr möglich, die Wohnung inklusive dem begehrten Parkplatz zu ergattern.
Aber erst einmal mussten wir eine Frühstückslokalität finden. Die erste Google-Idee hatte sich als Hotel-Frühstücksbüffet herausgestellt. Gute Idee von Google, aber dafür sind wir dann doch nicht mutig genug. Also ab in den recht kleinen Stadtkern von Żywiec und dort unser polnisches Urlaubsbegin-English Breakfast geordert und gegessen. Es war wenigstens al English Breakfast zu erkennen. Also 2 Frankkfurter Würstchen, etwas Toast, wenig Bohnen, rohe Tomatenscheiben, ein Spiegelei. (Symbolfoto von der Restaurant-Website)
Wenn die Liste, der schönsten Kleinstädte Südwestpolens bis Platz 20 gegangen wäre, Żywiec wäre mit Sicherheit dabei gewesen.
Und schwupps war es auch schon 10.30 Uhr, nur noch 5h bis zum Einchecken, für 90 Kilometer Strecke.
Um noch etwas Zeit zu verbraten haben wir einen kleinen Umweg über das Dorf Lanckorona gemacht. Womit wir nicht gerechnet hatten, dass dieser Ort ein überlaufener, topgeheimer Touristenhotspot ist. Bei 25 Grad durch enge Gassen schieben lassen, das war nicht der Plan. 
Also weiter nach Kraków, mit dem Gedanken, mit etwas Glück haben wir noch etwas Stau. Hatten wir auch. Und schon war es 15 Uhr. Kurz vor 17 Uhr kam dann auch unsere "Platzeinweiserin", in die Tiefgarage ging es über einen Autolift.
Die Wohnung ist sehr stark einem britischen Apartment nachempfunden. Sehr detailreich und sehr schön gemacht. War passend zu unserem morgendlichen Frühstück.
Während der Wohnungserkundung kamen noch zahlreiche Nachrichten mit Essentipps von unserer Vermieterin. Natürlich den ersten sofort abgearbeitet. Versorgt mit Faßbier und Burger saßen wir dann bis zum Sonnenuntergang, mit einer Vielzahl entspannter Sonntagsausklinger, an der Weichsel. Sehr entspannend.
Erkenntnis des Tages:
Seit  Wochen grübel ich, bei jeder Nachricht die ich schreiben muss, wie ist es richtig? "Appartement" oder "Apartment" oder "Apartement" oder ... ? Da heute ja viel Zeit war habe ich mal etwas ausgiebiger im Internet gesucht.



Samstag, 20. September 2025

Uli-Tag (20. September)

Der heutige, international gefeierte, Uli- Tag wird traditionell jährlich von mir geplant und arrangiert. In der Regel sind wir zu dieser Zeit in irgendwelchen abgelegenen Urlaubsgegenden. Daher besteht meine Taktik im allgemeinen dadurch, Ulrike und mich durch ausgedehnte Stadtbesichtigungen an die Grenzen der Kondition zu bringen. Meistens ist dann für den am Abend geplanten Restaurantbesuch keine Kraft mehr.
Dank des eingeschränkten Angebots im ortsansässigen Supermarkt waren die morgendlichen Urlaubsbeginngeburtstagsluftballons  eventuell nicht unbedingt passend. Aber schön. Wer es nicht erkennt, es sollen Elefanten sein, nichts unanständiges...
Dann ging es bei Sonnenschein zum Stadtspaziergang nach Bielsko-Biała. 
Eine Kleinstadt mit einem riesiegen Einkaufscenter, mehreren Cafes und Restaurants, diversen Wandbildern, einigen Kirchen und einige Denkmäler von polnischen Trickfilmfiguren, unter anderem von Lolek und Bolek. (Im Hintergrund vermutlich Kolek, Molek und Tola).

Nach riesigen Eisbechern und dem ausgiebiegen touristischen Ausflug hatten wir sogar noch die Motivation, am Abend zu einem Restaurant zu fahren. Aber als wir dann gemütlich am lodernden Kamin saßen reichten auch, von mir mit Liebe geschmierte, Weißbrotstullen.
Erkenntnis des Tages:
Wenn der Eintrag bei Wikipedia korrekt ist fanden Lolek und Bolek zu sozialistischen Zeiten kein rühmliches Ende. Die ersten Filmrechte von Lolek und Bolek gingen damals an ein Trickfilmstudio in Bielsko-Biała. Mit den Lizenzrechten und den damit verbundenen Bezahlungen wurde es aber ab 1973 nicht mehr so genau genommen. Der Vertrag wurde nicht mehr verlängert, neue Sendungen sind weiterhin, bis Ender der Achtziger, entstanden. Die Erben der Schöpfer streiten noch heute vor dem europäischen Gerichtshof, wegen der entgangenegen Einnahmen. 

Freitag, 19. September 2025

No Limit! (19. September)

Gemäß dem Motto auf Ulrikes Shirt: "You have no Limits" haben wir heute die vermutlich letzte Möglichkeit für einen Waldspaziergang mit Anstieg genutzt. Ulrikes morgiger Geburtstag wird mit Stadtbummelei verbracht, übermorgen für einige Tage weiter nach Kraków, dann Łódź und wieder Poznań.
Direkt vom Haus ging es ungefähr 3 Kilometer bergauf. Auf dem Hügelchen eine kleine Kapelle und ein Friedhof.
Ein Rundkurs war.nicht möglich, also ging es die selbe Strecke wieder zurück.
Am späten Vormittag sind Gäste in das Haus nebenan eingezogen. Sie ließen sich nicht von der fünfstündigen Whirlpoolvorbereitung abschrecken. Also saßen sie dann bis 21 Uhr, im dunkeln, in ihrer Outdoorbadewanne. Aber immerhin kein Regen.
Währenddessen hatte ich Gelegenheit mein neues Kaminzündelwissen anzuwenden. Mit Erfolg! Wieviel weniger Rauch hätte ich wohl eingatmet und wieviel Bäume würden noch leben, wenn ich das schon vorher gewusst hätte. Als Pionier oder bei der Armee hatte ich es jedenfalls nicht gelernt. Oder ich war an dem Tag krank.
Da sich die gestern genutzte pikante Nudelsauce als ausgesprochen scharf herausgestellt hatte mussten wir noch mal zum Supermarkt und "Streckungsmittel" holen. 
Deshalb kam es überraschend, am Abend, noch zu unserem gekühlten Urlaubsbeginnterrassenbier. Das wurde nämlich spontan mitgekauft.
Erkenntnis des Tages:
Immer wieder fallen wir auf Restaurantwerbung rein. Wie sich heute aber wieder zeigte, Restaurants sind in der Regel nur Bistros. Wirkliche Restaurants, haben wir außerhalb von größeren Städten, selten gefunden.

Donnerstag, 18. September 2025

Große Schanze (18. September)

Zakopane liegt tief im Süden von Polen, am Fuße der Hohen Tatra, und ist uns bisher nur von Skisprungwettkämpfen aus dem TV bekannt. Eine weitere Unterkunft war uns zu anstrengend. Also heute einen Tagesausflug dorthin. Wir fahren zwar erst am Wochenende nach Krakau weiter, am Wochenende wollten wir uns die Fahrt aber nicht antun.
Die Hin und zurück waren es ungefähr 220 Kilometer. Die Fahrt war trotzdem bei weiten entspannter, als unsere gestrige Fahrt durch das Ballungsgebiet Katowice. Und endlich auch wieder ein sonniger Tag.
Der ganze Ort ist auf Touristen ausgelegt Rstaurants, Shops, Rummelbuden. Wenn Skiwettkämpfe sind muss jier die Hölle los sein, heute war es ertäglich. Und die risiege Schanze ist schon recht beeindruckend. Nebenbei hatten wir uns noch die Zeit für ein Urlaubsbeginnsüppchen genommen.
Am Abend dann noch etwas am Kamin rumgespielt. Ulrike wollte unbedingt noch ein kleines, romantisches Feuerchen. Für alteingesessene Städter ist es aber nicht so einfach, einen Kamin zum Lodern zu bringen. Und möglichst ohne Rauchvergiftung.
Irgendwann war auch das geschafft. Umd so war noch etwas Zeit für den Spielplatz neben unserem Haus, raus ausndem Haus.
Erkenntnis des Tages:
Unser recht eingegrenztes Stadtwissen, bezüglich Kamin entzünden: Wenn er an ist, ist er außen heiß und es raucht gefährlich. Auch wenn nicht raucht, kann es zu einer Kohlenmonoxidvergiftung kommen. Und irgenwo muss die Luftzufuhr geregelt werden. Viel Luft, damit es anbrennt, wenig Luft, damit es danach länger brennt. Den Hebel für die Lüftung hat Ulrike "gefunden". Die Info, welche Hebelstellung, wie die Luftzufuhr regelt, mussten wir uns im Internet suchen und auf deutsch übersetzten. Bei der Gelegenheit haben wir gelernt, dass die großen Holzstücke unten im Stapel liegen sollen, das Feuer sich sozusagen nach unten brennt. Habe ich ein halbes Jahrhundert falsch gezündelt? Egal wie warm es morgen wird, morgen Abend weiß ich mehr ...
 

Mittwoch, 17. September 2025

Belastungstest (17. September)

Die weiteste Autotour stand heute an. Für die Strecke von Kłodzko nach Śvinna, ca. 300 km, haben wir ungefähr 6,5 Stunden gebraucht. Früh ein kleines Frühstück im  Carrefour Kłodzko. Zu Beginn der Fahrt haben wir noch für ein Stündchen in einer weiteren Stadt von der Liste "Die schönsten Kleinstädte Polens" abgearbeitet. Paczków liegt sogar einen Platz vor Kłodzko, warum auch immer. Wahrscheinlich weil es hier eine noch gut erhaltene alte Stadtmauer und einen großer Kirchenklopper mit dem vermutlich längsten Kirchennamen Polens  (Parafia Rzymskokatolicka św. Jana Ewangelisty w Paczkowie) gibt. Aber immerhin, direkt daneben, ein perfekter Drohnenstartplatz.
Ab dem Großraum Katowice wurde das Autofahren lästig,.bis fast zu unserem Ferienhaus. Vom Verkehr her, wirkte es, wie eine Fahrt durch das Ruhrgebiet. Viel Industrie, viele Autos, viele Autoabfahrten.
Die Ferienhausübergabe verlief wie üblich in diesem Urlaub, ohne irgendwelche Angaben. Der Zugang muss sich eben erst erarbeitet werden! Scheint im Haus alles selbst zusammengezimmert zu sein, plus Sauna und Whirlpool. Da das Wasser vom Whirlpool mit einem Ofen angewärmt werden muss sind ungefähr 5 Stunden Vorbereitungszeit notwendig. Laut Anleitung soll man sich aber nicht länger als 15 Minuten darin aufhalten. Für 200 Złoty (knapp 50€) hätte der Vermieter schon das Vorwärmen erledigt. Zum Glück haben wir darauf verzichtet, sonst müssten wir jetzt für eine Viertelstunde, im Regen, im Pool sitzen.
Erkenntnis des Tages:
Gut gemeint ist das Gegenteil von gut gemacht. Es war ja sehr nett  dass jemand (ohne Extrakosten) den Kamin angefacht hatte. Aber die Hitze im Haus war unerträglich. 
Dementspechend mussten wir die Fenster öffnen und die Klimaanlage einschalten. Zwei Bier im Kühlschrank hätten uns mehr erfreut, aber wären nicht so romantisch gewesen. Oder war es die Rache, dass wir auf das Aufwärmen des Whirlpools verzichtet hatten?





Dienstag, 16. September 2025

Warmbier mit Basilikum (16. September)

Ok, der Blogtitel müsste eigentlich anders lauten, macht aber doch viel neugieriger als "Wambierzyce mit Basilika Nawiedzenia NMP (Basilika Mariä Heimsuchung)"
Mitten im etwas größeren Dorf, bestehend aus 2 Straßen, steht auf einmal diese beeindruckende, riesige Basilika. Papst Johannes Paul II. erging es scheinbar ähnlich.
Und komplett ohne Busladungen von Besuchern. Nur die großen Parkplätze ließen erahnen, was hier manchmal so los ist.
Erfreulicherweise hatte es heute auch nicht geregnet, nur der starke Wind war etwas ungemütlich. Aöso ab in das gegenüberliegende "Kawka Cafe", für einen Urlaubsbeginneisbecher. Und das war die nächste Überraschung, nie im Leben hätten wir hier mit diesem kleinen, schnuckeligem Cafe gerechnet. Inklusive jeder Menge Selbstgebackenes und eine riesige Kaffemaschine.
Am Abend hane ich dann noch mal versucht, einen Sonnenuntergang in einen digitalen Hyperlapse-Film festzuhalten.  Quasi für das unendliche, private Filmarchiv, das man sich nie wieder anschaut. Dieses mal hatte ich auch an unser Ministativ gedacht. Ich musste also nicht wieder eine gute Stunde mein Handy an die Scheibe pressen. Jetzt hatte aber leider der spektakuläre Sonnenuntergang gefehlt.
Erkenntnis des Tages:
Man schleppt jahrzehntelang irgendwelchen "Kann ich eventuell gebrauchen Krempel" von Urlaub zu Urlaub, ohne es zu nutzen. Uns das eine Mal, wo man was davon gebrauchen könnte, denkt man nucht daran. Zum Beispiel ein Ministativ.