Schon bis zum ersten Zwischenhalt Berlin Lichtenberg kam es zu einer Verspätung von 10 Minuten, bei einer Reisezeit von 10 Minuten. ("Zug wurde zu spät bereitgestellt"). Dann der bereits erwähnte "außerplanmäßige Halt in Erkner wegen eines liegengebliebenen Zuges"
Ok, wir sind nicht mit der deutschen Bahn unterwegs sondern mit der polnischen PKP. Ein heimliches Tochterunternehmen? Erfahrung und eingeschränktes Vertrauen in die Deutsche Bahn haben uns ja schon bei der Urlaubsplanung ein 1. Klasse-Ticket buchen lassen, in klimatisierten Abteilen, direkt neben dem Speisewagen. Also mal wieder optimal vorbereitet. Lediglich die lästigen Zugdurchsagen alle paar Minuten, dass es bald weitergeht und wie hoch momentan die aktuelle Verspätungsschätzung zum Zielort ist, lenken etwas ab. Oder vielleicht noch fix ein Eis im Eiscafé Bürgerle holen? Na so cooool bin ich dann doch nicht. Außerdem hat man in der 1. Klasse einen super Ausblick ... auf Züge, falls man sich für Züge interessiert...
Immerhin kommt irgendwann ein gut gelaunter junger Mann vorbei und drängelt uns Getränke und Schokowaffeln auf. "it is gratis" haben wir noch verstanden. Für den Rest des Monologes war unser polnisch (noch) zu schlecht. Ein Service der ersten Klasse? Das schlechte Gewissen der polnischen Bahn? Oder einfach nur abgelaufene Lebensmittel? Zumindest letzteres konnten wir ausschließen.
Trotz reichhaltiger Verpätung recht entspannt am Bahnhof in Poznan eingetrudelt. Und nach einem kurzen Spaziergang problemlos im Ibis-Hotel angekommen (für 2 Nächte). Leider gab es dort an der Rezeption einen längeren Stau.
Schon erstaunlich, dass das Einschecken 10 Minuten dauern kann, wo doch sicher nahezu hundert Prozent der Gäste die Zimmer bereits online reserviert hatten.
Irgendwann auch das geschafft, Gepäck auf dem Zimmer verstaut und ab zum nahegelegenen Einkauscenter, in einer ehemaligen Brauerei.
Irgendwie war dort das Reinkommen ein Problem. Wir mussten uns über die Zufahrt des Parkhauses "reinschleichen". Das Abendmahl gab es dann im "Whiskey in the Jar" Eine uns bis dahin unbekannte Restaurantkette., ähnlich einem "Hard Rock Cafe".
Speisekarte gab es nur über den QR-Code auf dem Tisch. Dadurch zwangsmäßig überwiegend junges Publkum, abgesehen von mir. Die Burger hätten für meinen Geschmack auch etwas mehr durchgebraten sein können, aber ansonsten sehr reichhaltig belegt. Hat auf alle Fälle gereicht. Und zur Not hätten wir ja noch die Schokowaffeln der polnischen Bahn.
Erkentnnis des Tages:
Wenn kein Zeitdruck besteht, kann auch eine Bahnfahrt recht entspannend sein.
Dobranoc!
wenn der Check in nur 10 Minuten gedauert hätte... bin fast grauhaarig geworden während des Wartens.
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